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Krieg. Kultur. Kuratieren.

Die Kriegssammlung der Universitätsbibliothek Freiburg

 

Als im August 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, waren sich die Menschen sicher, Zeugen einer großen Zeitenwende zu sein. Museen, Archive, Bibliotheken und Privatpersonen begannen sofort, in so genannten Kriegssammlungen dieses historische Ereignis akribisch zu dokumentieren. Ihr Ziel: Der Nachwelt ein „Kulturwerk“ zu hinterlassen, das Aufschluss gebe über die „Wahrheit über die Geschichte“. Die ungeheuer vielfältigen papierenen (Er-) Zeugnisse zeigen deutlich, wie sehr dieser Krieg auch als Medienkrieg und Krieg der Worte geführt und wahrgenommen wurde.

Plakat zur Ausstellung


Die Universitätsbibliothek Freiburg legte nach dem Vorbild der Königlichen Bibliothek zu Berlin eine Kriegssammlung an. Schwerpunkte waren neben Kriegsdokumenten des Kaiserreiches, des Großherzogtums Baden und des deutsch-französischen Grenzgebietes insbesondere die äußerst begehrten Kriegszeitungen, die von den Frontsoldaten selbst hergestellt wurden.

Neben der Universitätsbibliothek gab es in Freiburg noch andere Kriegssammler: Das deutsche Volksliedarchiv, die Badische Heimat sowie den Buchhändler Richard Hellmann.

In der Ausstellung fragen wir „Wie sammelt man einen Krieg?“ und erzählen die Geschichte der Kriegssammlung der Universitätsbibliothek Freiburg an ausgewählten Objekten und Zeugnissen ihrer Entstehung. Schließlich betrachten wir das Thema „Erster Weltkrieg“ nicht nur aus der Perspektive des „Sammelns“ in vordigitaler Zeit, sondern auch vor dem Hintergrund der Möglichkeiten des Sammelns und Vernetzens in unserer digitalen Kultur.